10 Punkte für einen miserablen Social Media Auftritt

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Die Zahl der zögernden Unternehmen dezimiert sich immer mehr. Denn eines scheint für viele Selbständige, Geschäftsführer und Marketing-Experten ganz klar: Als erfolgreiches Unternehmen muss man auf Facebook vertreten sein. Das Ergebnis dieser kurzsichtigen Überlegung ist oft eine unausgereifte, plan- und erfolglose Fanpage auf Facebook.
Zwar haben die ersten begriffen, dass es Profis braucht, um ein Unternehmen erfolgreich durch die sozialen Medien zu lenken; dennoch möchte ich hier einmal 10 Punkte darstellen, die einen Social Media Auftritt garaniert von jedem etwaigen Erfolg befreien…

1. Konzentriert euch auf Facebook

Eines ist klar: Es gibt überaus viele Social Media Angebote im Internet. Da ist es schwer den Überblick zu behalten. Ein erfolgreiches Unternehmen würde an dieser Stelle sicher zunächst die passenden Angebote analysieren um zu schauen, wo die eigene Zielgruppe anzutreffen ist.
Eine erfolglose Firma hingegen tut das einzig falsche und konzentriert sich voll und ganz auf Facebook. Da sind ja immerhin auch die Freunde. Und Mutti.

2. Betraut irgendeinen jungen Kollegen mit der Aufgabe

Klar, man könnte einen Mitarbeiter ausbilden lassen, sich eine Agentur zu Rate ziehen oder gleich einen versierten Social Media Manager einstellen. Aber das hätte möglicherweise einen ungeahnten Erfolg zur Folge.
Deshalb solltet ihr einfach irgendeinen jungen Kollegen (vielleicht den Azubi?) mit der Aufgabe „Mach mal was in Facebook“ betrauen. Der macht das schon.

3. Einfach mal loslegen

Warum lange warten? Fangt einfach an. Ihr könntet sonst was verpassen. Diese Gerüchte, man bräuchte eine Strategie, ein Konzept und eine gute Vorbereitung beruhen ohnehin nur auf der belegten Annahme dies sei erfolgreich.

4. 30 Minuten täglich müssen da schon reichen

Um die zeit des Azubis nicht unnötig zu beanspruchen, solltet ihr sein Zeitbudget auf 30 täglich festlegen. Das reicht doch aus. Und wenn dann mal ein Kunde eine Reklamation auf der Fanpage postet, wird er sicher bis morgen oder bis nach dem Wochenende warten können. Immerhin klappt das ja auch, wenn der Azubi für 2 Wochen auf Mallorca weilt.

5. Seid kurz angebunden und direkt

Emphatie oder gar Diplomatie? Das kostet nur Nerven und der Azubi ist in sowas ohnehin nicht geschult. Am besten gebt ihr den Facebook-Usern jedesmal die Nummer eurer Hotline (idealerweise kostenpflichtig), wenn sie euch anschreiben. Dann hören sie irgendwann von allein auf euch zu belästigen.

6. Nutzt die kostenlose Werbung

Content is king? Lasst euch nicht beirren. Postet täglich mehrmals eure Werbeanzeigen. So könnt ihr eure Fans so lange penetrieren, bis sie vor Verzweiflung kaufen. Toll. Wertvolle, für den User nutzbare Inhalte halten ja auch nur auf.

7. Und dann noch ein Gewinnspiel

Für einen garantiert erfolglosen Social Media – entschuldigung – „Facebook“-Auftritt ist es wichtig, regelmäßige Gewinnspiele zu posten. Inhalt: Unter allen Fans verlosen wir ein neues iPad.

8. Haltet euch nicht mit Reporting auf

Nein, nein. Reporting muss nun wirklich nicht sein. Das kostet unnötig Zeit. Achtet einfach auf die Zahl der Fans. Das reicht.

9. Bloß kein Budget vergeuden

Manch ein Social Media Profi empfielt den Unternehmen von Anfang an ein Budget für die Social Media Aktivitäten einzuplanen. Bullshit! Niemand gibt gern Geld aus. Und ihr könnt eure Werbung ja auch einfach posten. Das kostet ja nix.

10. Haltet euch bedeckt

Nervt die anderen Abteilungen bloß nicht mit eurem Facebook-Kram. Das interessiert ohnehin niemanden. Am besten verschweigt ihr jedwede Aktivität und haltet die Kollegen aus allem raus. Ähnlich solltet ihr übrigens auch mit euren Geschäftspartnern umgehen.

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2 Comments

  1. I like social media says:

    Die folgenden Beiträge wurden beim Relaunch der Seite aus dem alten Blog übertragen und haben deshalb alle das selbe Datum. Es ist weiterhin möglich hier zu kommentieren.

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