Facebook verliert junge Nutzer

Facebook verliert junge Nutzer

© olly

Bei Jugendlichen ist Facebook offenbar nicht mehr angesagt. Laut den aktuellen Zahlen wandern die Nutzer im Alter von 18 bis 34 Jahren in Deutschland und in den USA ab. Dieser Trend ist vor allem in den USA zu sehen. Zuwächse gibt es derzeit nur noch in den älteren Generationen. Auch Zuckerberg ist sich dieser Situation bewusst und warnt die Aktionäre…

„Wir können eine Abnahme der aktiven Nutzung erleben“

Den jungen Menschen aus den westlichen Ländern scheint Facebook nicht mehr hipp genug zu sein. Lediglich in der Altersgruppe über 45 ist Facebook seit Beginn des Jahres gewachsen. Nachvollziehen lässt sich das mit den Zahlen, die von der Firma Socialbakers zur Verfügung gestellt werden. Doch auch Facebook selbst bestätigt diese Vermutung im Jahresbericht, der an die Börsenaufsicht SEC ging. Konkret heißt es dort: „Wir glauben, dass manche unserer Nutzer, vor allem jüngere Nutzer, andere Produkte und Dienste, die uns ähneln, kennen und als Ersatz für Facebook aktiv nutzen.“
Damit spricht Zuckerberg die Konkurrenz an, die sich immer mehr auf dem Markt stark macht. Insider vermuten, dass der Zuwachs der älteren Semester auf Facebook zu einer gewissen „uncoolness“ bei den Jugendlichen führt. Junge Menschen wollen unter sich sein; bei Facebook treffen sie jedoch auf ihre Eltern, Lehrer etc. Weiter schreibt Facebook in dem Bericht: „Wir können eine Abnahme der aktiven Nutzung erleben, und das könnte unserem Geschäft schaden.“

Facebook wird älter

Facebook wird älter

© Robert Kneschke

 Interessant ist, dass immer mehr ältere Menschen zu Facebook wandern. Das gleicht die Verluste in den jüngeren Altersgruppen zwar nicht aus, dennoch könnte dies langfristig zu einer grundsätzlichen Veränderung des Netzwerkes führen. In den USA betrug der Verlust im ersten Quartal 2013 in der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren ganze 1,2 Millionen Nutzer. Allerdings sollte man diese Zahlen immer mit Vorsicht genießen, da es bei Facebook seit jeher starke Schwankungen bei den Mitgliederzahlen gab.

Und wo ist die Jugend jetzt?

In den USA hat sich bei den Jugendlichen ein Trend durchgesetzt, der sich Snapchat nennt. Dies ist eine App für Smartphones, mit der sich Bilder versenden lassen, die der Betrachter nur für wenige Augenblicke zu sehen bekommt. Dadurch ist die Privatsphäre sichergestellt und die Bilder, die hochgeladen werden, sind oft intimer, als die auf Facebook. Die Flüchtigkeit in Snapchat erzeugt Intimität.
Außerdem beliebt bei den jungen Generationen sind: Tumblr (ein dienst für Blogs), Instagram (ein Fotodienst) und Whatsapp (ein Instand Messenger). Das was für uns Xing oder LinkedIn sind, könnte Facebook also bald für die Jugend werden.

Abschließend

Jugendliche haben sich noch nie auf das konzentriert, was die Alten machen. Insofern ist die aktuelle Entwicklung nicht verwunderlich. Dennoch sollte man vorerst keine unüberlegten Schlüsse ziehen. Schon immer haben die Nutzerzahlen bei Facebook stark geschwankt. Und dieser neue Trend wird bestimmt nicht zur Folge haben, dass Facebook bald vom Markt verschwindet.

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