Welches Netzwerk für mein Unternehmen?

Social Media Strategie

© Creativa

Bereits am Montag schrieb ich darüber, wie man als Unternehmen die Präsenz in sozialen Medien angehen sollte. Da ich daraufhin einige Nachfragen bekam, möchte ich dieses Thema etwas ausweiten und im einzelnen durchgehen. Heute geht es mir um die Wahl der sozialen Kanäle. Denn für viele Menschen ist Social Media gleich Facebook. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit…

Warum überhaupt Facebook?

Eines ist ganz klar: Fecebook ist das Netzwerk mit der (mit Abstand) höchsten Reichweite, was zwangsläufig dazu führt, dass es für sehr viele Unternehmens-Auftritte in Frage kommt. Noch dazu bietet Facebook tolle Möglichkeiten, seine Firma oder Fanseite mit bezahlten Anzeigen in Szene zu setzen. Facebook zu nutzen ist also meistens sinnvoll. Ich möchte an dieser Stelle jedoch betonen, dass Facebook nicht immer alles sein muss.

Die Richtung angeben

Zunächst einmal sollten sich Unternehmer und Social Media Manager überlegen, welche Ziele sie mit den Social Media Aktivitäten verfolgen und wie sie gedenken diese Ziele zu erreichen. Das gibt oft schon die Antwort auf die erste Frage der Kanäle. Wer beispielsweise plant sein Unternehmen mit Videos darzustellen, wird schnell YouTube oder Vimeo als Kanal mit einbeziehen.

Die Möglichkeiten abklopfen

Jetzt ist Realismus gefragt. Denn als nächstes sollten sich Unternehmer überlegen, was sie den Kanälen zu bieten haben.

  • Kann ich meine Produkte eindrucksvoll visuell darstellen?
  • Kann ich mir einen Fotografen leisten?
  • Kann ich aufwändige Videos produzieren?
  • Wie viel Zeit kann/soll mein Personal in Social Media investieren?
  • Habe ich aktuelle News, die ich präsentieren kann?
  • Welchen Mehrwert können meine Inhalte bieten?
  • Wo hält sich meine Zielgruppe auf?
  • …und und und..

Dann entscheidet man sich grundsätzlich für die wichtigsten Säulen: Fotos, Videos, News, Blogs etc.

Ein Beispiel:

Das Unternehmen Mustermann fertigt Kinderkleidung an. Diese Kleidung wird durch einen Fotografen visualisiert und im eigenen Shop verkauft. Für die Social Media Aktivitäten eignen sich demnach beispielsweise Pinterest und Flickr hervorragend.

Nun erstellt das Unternehmen ein Social-Media-Konzept und will im eigenen Blog erläutern, wie die Baby-Kleidung hergestellt wird, um so zu zeigen, dass diese keine Schadstoffe enthält. Hierzu eignet sich zum Beispiel Tumblr hervorragend.

Nach einiger Zeit stellt Mustermann fest, dass es nun auch externe Geschäfte beliefern kann. Um mit anderen Geschäftsläuten in Kontakt zu kommen, nutzt Mustermann nun Xing und LinkedIn.

Ergebnis:
Facebook bildet weiterhin die Grundlage. Hinzu kommen nun PinterestFlickr, Tumblr,Xing und LinkedIn. All diese Netzwerke helfen bei der Vermarktung der eigenen Produkte. Und in jedem Netzwerk wurden Menschen erreicht, die über Facebook mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erreicht wurden, weil die übrigen Netzwerke Zielgruppen-genauer sind.

Abschließend:

Als Unternehmen solltet ihr euch nicht scheuen über Facebook hinaus zu gehen. Viele Unternehmen sind auf anderen Netzwerken viel erfolgreicher, weil diese viel genauer auf die Zielgruppe treffen, die das Unternehmen ansprechen will. Dennoch ist Facebook aufgrund der hohen Reichweite meist nicht uninteressant.

 Bei all den vielen Netzwerken solltet ihr aber eines nicht vergessen: All die Netzwerke sollten irgendwo zusammenlaufen. (Zum Beispiel auf eurem Blog.) Denn so könnt ihr am besten sicherstellen, dass eure Kunden auch immer wieder den Weg zu euren Produkten finden.

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