Welche Privatsphäre-Einstellungen sind wichtig?

Privatsphäre-Einstellungen

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Besonders hierzulande ist das Thema Datenschutz auf Facebook immer wieder in den Medien präsent. Die Privatsphäre-Einstellungen bieten uns Schutz vor unerwünschten Veröffent- lichungen. Viele Nutzer sehen sich ihre Einstellungen jedoch nicht an oder überfliegen diese lediglich. Dazu gibt es immer wieder Nörgler, die sich über den Datenschutz bei Facebook aufregen, ohne die Privatsphäre-Optionen wirklich zu kennen. Deshalb möchte ich heute einmal auf die einzelnen Punkte der Einstellungen eingehen, die Facebook uns zur Verfügung stellt…

Der Weg zu den Privatsphäre-Einstellungen

Loggt euch bei Facebook ein. Auf der Startseite findet ihr oben rechts ein Zahnrad. Wenn ihr dieses anklickt, öffnet sich ein reiter. Dort klickt ihr auf Privatsphäre-Einstellungen. So weit so gut…

Wer kann meine Inhalte sehen?

Der erste Punkt lautet: Wer kann meine Inhalte sehen? Hier könnt ihr einstellen, wer eure Posts zu sehen bekommt. Dies könnt ihr zwar bei jedem Post auch einzeln einstellen, jedoch ist standartmäßig immer „öffentlich“ voreingestellt. Das bedeutet, dass wirklich jeder die Beiträge sehen kann. Egal ob Facebook-Freund oder nicht. Wenn wir also an dieser Stelle die Einstellung ändern, ist diese standartmäßig für alle Posts hinterlegt, lässt sich aber im Einzelfall immer ändern. Wir haben die Wahl zwischen Öffentlich (alle können den Post sehen), Freunde (Freunde und deren Freunde können den Post sehen), Freunde ohne Bekannte (nur meine Freunde können den Post sehen aber nicht deren Freunde), nur ich (niemand außer mir sieht diesen Post). Die letzte Option ist vor allem für Apps gedacht, die in unserem Namen posten. Durch diese funktion lässt sich sicherstellen, dass niemand sieht, was man in der App macht. Dies lässt sich aber in den Genehmigungsanfragen der Apps individuell für jede App einstellen. Zu guter letzt gibt es noch die Option benutzerdefiniert. Hier können wir exakt einstellen, wer den Post sehen oder wer ihn nicht sehen soll. So könnte man beispielsweise Arbeitskollegen ausschließen, wenn man etwas über den Chef posten möchte 😉
Um sich diese Funktion etwas einfacher zu gestalten, lässt sich in Facebook eine Liste erstellen. Diese Liste könnte man beispielsweise „Arbeitskollegen“ nennen und alle Kollegen einfügen. Anschließend kann man mit der Option „benutzerdefiniert“ diese Liste ausschließen.
Um eine solche Liste zu erstellen, klickt ihr auf der Startseite links bei dem Button „Freunde“ auf mehr. Es öffnet sich eine neue Seite. Dort wählt ihr „+ Liste erstellen“. Ihr könnt nun kanz einfach die Liste benennen und Freunde hinzufügen.

Aktivitätsprotokoll

Mit dem Aktivitätsprotokoll bietet Facebook eine tolle Möglichkeit alles nachzuvollziehen was wir in der Vergangenheit auf Facebook gemacht haben, auf welchen Fotos wir verlinkt sind, wer uns in einem Text markiert hat etc. Dies alles ist zeitlich sortiert. Zusätzlich wird die Öffentlichkeits-Einstellung jedes Beitrags angezeigt. So lässt sich zusätzlich immer nachvollziehen, wer diese Beiträge sehen kann.
Eine tolle Funktion ist das Aktivitätsprotokoll auch für all diejenigen, die Posts aus der Vergangenheit löschen möchten. Denn wer versucht alte Beiträge direkt aus der Chronik zu löschen wird bald feststellen, dass nie alle Beiträge angezeigt werden. So rutschen dann immer wieder alte Beiträge nach, obwohl man der Meinung war doch alle gelöscht zu haben. Im Aktivitätsprotokoll ist das anders. Hier kann wirklich alles gelöscht werden. Und mehr noch: Wenn nicht gelöscht werden soll, kann man in der Öffentlichkeits-Einstellung einfach die Option „nur ich“ auswählen und der Post ist nicht mehr für andere sichtbar.

Beschränke das Publikum für alte Beiträge auf deiner Chronik

Die nächste Option in den Privatsphäre-Einstellungen heißt „Beschränke das Publikum für alte Beiträge in deiner Chronik„. Hier kann man mit einem Klick alle vergangenen Beiträge auf seine Freunde beschränken. Das ist eine tolle funktion, wenn man bedenkt, dass man über die Beiträge der letzten Jahre wenig bis gar keinen Überblick mehr hat. Diese Funktion wirkt auf den ersten Blick etwas gefährlich, weil sie mit einem Warnungssymbol daher kommt. Außerdem äußert Facebook hier ein paar Bedenken, weil dem Netzwerk natürlich daran gelen ist so viele öffentliche Beiträge wie möglich zu haben, um die Funktionalitäten der Seite weiter aufrecht zu erhalten. Dennoch für diejenigen eine schöne Funktion, die Beispielsweise kurz davor stehen Bewerbungen zu versenden und vorher noch klar Schiff machen wollen. So haben potenzielle Arbeitgeber keinen Einblick mehr auf die Posts im Profil, solange sie nicht mit uns befreundet sind.

Wer kann nach mir suchen?

In der Option „Wer kann nach mir suchen?“ geht es um die Auffindbarkeit im Netz. Mit dieser Einstellung kann man selbst bestimmen, wer einen finden darf. Wenn ich hier eingebe, dass mich nur Freunde finden dürfen, bin ich für andere nicht sichtbar.

Sichtbarkeit in Suchmaschinen

Es ist schon einige Zeit her, dass sich die Medien darüber aufregten, dass man nun jede und jeden bei Google finden kann, sofern diese ein Profil bei Facebook haben. Das stimmt. Facebook hat auf diese Kritik schnell reagiert und diese Option eingefügt. Mit einem einfachen klick kann man sich nun für Suchmaschinen unsichtbar machen.

Zusammenfassend

Facebook bietet tolle Möglichkeiten, mit denen wir mehr Einfluss auf unsere Privatsphäre-Einstellungen bekommen. Man muss diese Einstellungen nur einmal gründlich durchgehen und für sich entscheiden, wie sehr man sich der Öffentlichkeit präsentieren will. Für all die Kritiker wurden durch Facebook neue Einstellungen geschaffen. Und dennoch ebbt die Kritik der Datenschützer nicht ab. Teils zu Recht, größtenteils zu Unrecht.
Mittlerweile kann man alles so einstellen, dass man im Netz gänzlich unsichtbar ist. Man sollte dazu allerdings den Sinn des Netzwerkes hinterfragen. Menschen die im Internet gänzlich unsichtbar sein wollen, sollten sich vielleicht besser auf den Versand von eMails beschränken, anstatt die Funktionen Facebooks derart zu beeinflussen. Die Folge dieser Option ist nämlich, dass ich auch auf Facebook nicht mehr gefunden werde. Und ab da verliert Facebook seinen Nutzen und hört auf Spaß zu machen. Denn wenn mich meine Freunde nicht mehr finden können, habe ich keine Chance mir ein interessantes Netzwerk aufzubauen. Und das macht Facebook letztlich nutzlos.

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