Social Media und der Traum vom Fliegen

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© Igor Yaruta

Als Social Media Manager hat man es oft nicht leicht. In manchen Unternehmen muss der Chef erst lange überzeugt werden, bis er endlich einwilligt für sein Marketing auf Social Media zu setzen. In anderen Unternehmen ist gar das Gegenteil die Mutter aller Sorgen. Denn überschwängliche Vorgesetzte erwarten oft wahre Verkaufsstürme von der Wunderwaffe Social Media. Ganz so ist es leider nicht, denn die Wahrheit sieht häufig anders aus. Denn neben einer guten Vorbereitung und einer professionellen Umsetzung spielt noch ein weiterer Faktor eine Rolle im Leben der Social Media Manager: Gedult…
Der Klassiker ist: Ein Unternehmen richtet eine Facebook-Seite ein, postet ein paar Angebote und wundert sich, warum der so oft versprochene Fan-Ansturm ausbleibt. Wie man richtig vorgeht und sich richtig vorbereitet, habe ich hier oft genug beschrieben (Die richtige Strategie im Unternehmen), aber einen Aspekt habe auch ich häufig außer Acht gelassen: Gedult.
Natürlich ist es wichtig die Zahlen zu beobachten und die Tendenzen auszulesen. Aber wer schon zu beginn einen riesigen Ansturm erwartet, der liegt meistens daneben. Einige Unternehmen vergleichen sich zu sehr mit Lovebrands wie CocaCola oder Jägermeister. Diese Lovebrands haben es (zumindest was die Zahl der Fans angeht) tatsächlich leichter, als andere Unternehmen. Jedoch darf man dabei eines nicht vergessen: Wichtig sind im Grunde nicht die eigenen Fans, sondern all die anderen User, die man versucht über viralen Content zu erreichen.

Und auch der Erfolg der viralen Verbreitung wird mit der Zeit immer weiter zunehmen. Das zu Beginn das Wachstum etwas schleppend vorran zu gehen scheint, ist ganz normal. Leider kann man trotzdem Panikreaktionen beobachten, die sogar große Unternehmen wie Lidl betreffen. Lidl hat beispielsweise in einem Post zu einem Spiel aufgerufen, das zu einer großen Anzahl an Kommentaren führt. Auf den ersten Blick scheint das auch zu klappen; immerhin gibt es tausende neue Kommentare. Aber ist das wirklich die Art von Darstellung, die man sich für sein Unternehmen wünscht? Führt solch ein Post, der völlig am Thema vorbei geht, tatsächlich zu der Reichweite, die ein Unternehmen sich wünscht? Nein!

so-sollte-man-es-nicht-machen

Mein Tipp: Eine vernünftige und nachvollziehbare Story aufbauen und strategisch posten. Dann dem Ganzen etwas Zeit geben. Aber seid nicht nur geduldig, sondern beobachtet eure Zahlen und die aktuellen Trends. Natürlich muss man seinen Content immer wieder anpassen, aber es wäre der falsche Weg vollkommen von seiner Strategie abzueichen, nur weil der Chef wert auf hohe Fanzahlen legt. Damit ist niemandem geholfen…

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